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Ann Ann ist weiblich
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Dabei seit: 03 Feb, 2011
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Lampe Der Medikamentenentzug Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Der Medikamentenentzug

Eine detaillierte Information zum Medikamentenentzug, speziell eine Auflistung der Arzneimittel mit Dosierungsangaben kann aktuell nicht erstellt werden.
Die bis dato gültigen Richtlinien sind überarbeitet worden, zur Zeit gibt es keine genaueren Informationen, auch nicht auf den Seiten der führenden Migräneexperten.
Daher habe ich das Thema „Medikamentenentzug“ nur allgemein gehalten.


Die neuen Richtlinen "Klassifikation und Therapie des Medikamentenübergebrauchkopfschmerz" als Download:
http://www.schmerzklinik.de/wp-content/u...es-10042014.pdf


Eine häufige und zu lange Einnahme von Schmerzmitteln die gegen Kopfschmerzen wirksam sind, kann zu einem Medikamenten-Übergebrauch-Kopfschmerz führen, den sogenannten MÜK. ( früherer Name MIK )
Infos siehe "Medikamenten-Übergebrauch-Kopfschmerz (MÜK)
http://www.das-migraeneforum.de/thread.php?threadid=191&sid=

Spannungskopfschmerzen kann bei Kopfschmerzpatienten schon nach vier Wochen, häufig aber erst nach Jahren zu einem täglichen, dumpf-drückenden und diffusen Kopfschmerz führen, der auch als medikamenteninduzierter Dauerkopfschmerz bezeichnet wird, bzw. MÜK.
Bei Migränikern, die zu oft Schmerzmittel und/oder Triptane eingenommen haben, besteht ebenfalls die Gefahr einen MÜK zu entwickeln. Zu diesem Dauerkopfschmerz des MÜK können bei Patienten mit Migräne weiterhin Migräneattacken auftreten.
Wie bei den meisten Kopfschmerzformen weiß man auch beim MÜK- Kopfschmerz bis heute nicht genau, wie er entsteht.
Es handelt sich um ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

Besteht ein MÜK-Dauerkopfschmerz, sollte der Patient zuerst über den Zusammenhang zwischen Medikamenteneinnahme und Kopfschmerz aufgeklärt werden. Die bisher eingenommenen Medikamente sollten nur bis zum Beginn des Entzuges weiter verschrieben werden.

Bei dieser Form von Kopfschmerz ist die einzige Therapie der Entzug der missbrauchten Medikamente.
Die bis dahin genommen Schmerzmittel und/oder Triptane werden abgesetzt und dürfen zunächst nicht mehr genommen werden. Es ist nutzlos nur die Dosis zu verringern oder die Medikamente seltener einzunehmen.

Der Entzug kann ambulant, stationär oder teilstationär erfolgen.

Symptome beim Entzug:
- die Kopfschmerzen können in den ersten Tagen heftiger auftreten
- Übelkeit zu Beginn kann verstärkt auftreten
- Abgeschlagenheit
- vermehrtes Schwitzen
- innere Unruhe / Nervosität
- Herzklopfen / Herzrasen
- Angst


In den ersten Tagen kommt es häufig zu einem Entzugskopfschmerz und Entzugssymptomen, die sich zunächst an Intensität steigern und sich nach ein paar Tagen wieder normalisieren.
Mit dem Entzug sollte eine Migräneprophylaxe, spätestens nach dem Entzug, erfolgen.
Während früher man annahm, dass Prophylaxen bei einem MÜK nicht anschlagen, weiß man heute durch belegte Studien, dass Botox und Topiramat (Topamax) durchaus auch bei einem MÜK wirken können. Ob auch andere medikamentöse Migräneprophylaxe dabei greifen, ist noch nicht erforscht.

Wichtig bei einem Medikamentenentzug ist die Aufklärung und Information, wie es zu dem MÜK kommen konnte.

Bei dem Entzug werden alle bis dahin genommenen Schmerzmittel und /oder Triptane abgesetzt. Gaben von Prednisolon oder andere Kortikoide (Cortison) und Mittel gegen Übelkeit wirken unterstützend um die Begleitsymptome des Entzuges zu mildern.
Ebenso werden in speziellen Fällen trizyklische Antidepessiva eingesetzt.


Es kommt immer wieder vor, dass es trotz einem erfolgreichem Entzug teilweise schon innerhalb eines Jahres zu einem erneuten MÜK kommt.
Daher ist eine gute und regelmäßige Nachbetreuung sehr wichtig, daher sollte eine weitere Migräneakuttherapie mit dem Patienten besprochen werden.
Empfehlenswert ist das Führen eines Kopfschmerztagebuch um den Überblick zu behalten, wie viel Schmerzmittel/Triptane im Monat genommen worden sind. Dabei gilt die 10-Tage-Regel nicht zu überschreiten.
Als ergänzende nichtmedikamentöse Behandlungen sind Entspannungsübungen (wie Progressive Muskelentspannung nach Jacobson) und Ausdauersport sinnvoll.

Nach einem erfolgreichen Entzug können später die Akutmedikamente wieder genommen werden.

_______________
Alles Liebe Ann

Dieser Beitrag wurde schon 5 mal editiert, zum letzten mal von Ann am 26 May, 2014 17:59 43.

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