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Geschrieben von Ann am 04 Nov, 2013 um 16:59 40:

Lampe Schüßlersalze und Migräne

Schüßlersalze

Schüßlersalze wurden von Dr. Heinrich Schüßler im 19. Jahrhundert entwickelt. Es handelt sich um Mineralsalzpräperate, die es in homöopathischer Dosierung (Potenzierung) gibt. Schüßlersalze werden nicht zur Homöopathie gezählt.

Bei der Homöopathie gilt das Grundprinzip „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“, heißt: Mittel, die unverdünnt bei einem Gesunden Erkrankungen/Symptome hervorrufen, bewirken verdünnt gegeben, bei einem Kranken eine Heilung der ähnlichen Krankheit.

Die Lehre der Schüßlersalze basiert dagegen auf dem Wirkungsmechanismus der Biochemie.
Laut Dr. Schüßler entstehen viele Krankheiten durch eine Störung im Mineralhaushalt der Körperzellen. Fehlen in den Zellen wichtige Mineralien, sind sie nicht mehr in der Lage ordnungsgemäß zu funktionieren und führen so zu einer Erkrankung.
Damit Mineralsalze in die Zellen gelangen und wirken können, müssen sie potenziert (verdünnt) werden, konzentrierte Mineralsalze können nicht in Zellen aufgenommen werden.

Es werden zwei Prinzipien unterschieden:
- Wenn Zellen gering potenzierte Mineralsalzmengen zugefügt werden, sind sie in der Lage aus der Nahrung die fehlende Menge an Mineralien aufzunehmen bis die Zellen wieder genügend Mineralsalze haben. ( Reiztherapie)
- Durch die Aufnahme der potenzierten Mineralsalze wird ein Mineralmangel in den Zellen ohne zusätzliche Aufnahme durch die Nahrung ausgeglichen. (Substitutionstherapie)


Aus der Sicht der Schulmedizin kann man nicht allein mit Schüßlersalzen seinen Gesamtbedarf an Mineralien decken, Schüßlersalze dienen mehr dazu, dass die benötigten Mineralstoffe vielleicht von den Zellen besser aufgenommen werden.

Unklar ist bis heute, wie Schüßlersalze genau wirken.
Sie sind nebenwirkungsarm und können als Ergänzung zu schulmedizinischen Behandlungen genommen werden. Eine wissenschaftliche Wirksamkeit ist bis heute nicht nachgewiesen.

Verschiedene Schüßlersalze:

Sie werden häufig nach Nummern benannt, da die Namen nicht so einfach zu merken sind. In der Regel werden sie in D6, D12 und seltener in D3 Potenzen angeboten und weichen dabei von der Homöopathie ab, weil sie anders eingesetzt und dosiert werden.
Schüßlersalze Nr. 1, 3 und 11 werden normalerweise in D12 genommen, die anderen Salze in D6 Potenz.

Sie werden über die Mundschleimhaut vom Körper aufgenommen, indem sie im Mund langsam aufgelöst werden.

Bei der Einnahme müssen verschiedene Regeln beachtet werden.

Sie sind erhältlich:
- in Form von Tabletten (Grundlage Milchzucker (Lactose)), meist als D3, D6, D12
- in Form von Globuli (Kügelchen, Grundlage Rohrzucker) für Laktose-intolerante Patienten
- als Tropfen (Grundlage Alkohol) für Laktose-intolerante Patienten

Von Dr. Schüßler entwickelte Funktionsmittel:
Nr. 1. Calcium Fluoratum - D12
Nr. 2. Calcium Phosphoricum - D6
Nr. 3. Ferrum Phosphoricum - D12
Nr. 4. Kalium Chloratum - D6
Nr. 5. Kalium Phosphoricum - D6
Nr. 6. Kalium Sulfuricum - D6
Nr. 7. Magnesium Phosphoricum - D6
Nr. 8. Natrium Chloratum - D6
Nr. 9. Natrium Phosphoricum - D6
Nr. 10. Natrium Sulfuricum - D6
Nr. 11. Silicea - D12
Nr. 12. Calcium Sulfuricum - D6

Ergänzungsmittel, die später von Anhängern entwickelt wurden:
Nr. 13. Kalium arsenicosum
Nr. 14. Kalium bromatum
Nr. 15. Kalium jodatum
Nr. 16. Lithium chloratum
Nr. 17. Manganum sulfuricum
Nr. 18. Calcium sulfuratum
Nr. 19. Cuprum arsenicosum
Nr. 20. Kalium-Aluminium sulfuricum
Nr. 21. Zincum chloratum
Nr. 22. Calcium carbonicum
Nr. 23. Natrium bicarbonicum
Nr. 24. Arsenum jodatum
Nr. 25. Aurum Chloratum Natronatum
Nr. 26. Selenium
Nr. 27. Kalium bichromicum



Schüßlersalze in der Migränebehandlung
Genauso wie die Homöopathie sind Schüßlersalze bei der Migränetherapie eher ungeeignet, auch wenn es wie immer Ausnahmen gibt.
Bei Schüßlersalzen handelt es sich um Mineralstoffe, die nicht in die komplexen Abläufe und Ursachen einer Migräne eingreifen können.

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Alles Liebe Ann

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