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Geschrieben von Linchen am 22 May, 2013 um 14:58 31:

Migräne durch Antibabypille

Hallo zusammen,

ich habe mich mal hier angemeldet, um mal nicht nach Lösungen zu suchen, sondern euch eine mögliche vorzustellen.

Ich habe seit ca. 2006 Migräne. Habe seitdem alles mögliche über mich ergehen lassen (Neuraltherapie, Vitametik, Krankengymnastik, manuelle Therapie, Knirschschiene...). Hab mit meiner Frauenärztin, Neurologen etc. gesprochen, aber niemand konnte mir helfen. Hab dann einfach jedes Mal Sumatriptan oder Maxalt genommen, das hat sehr gut geholfen. Dann habe ich letztes Jahr im Juni meinen Nuvaring abgesetzt, weil ich starke Nebenwirkungen (sehr starke Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten) hatte, nachdem ich von der Pille auf den Ring gewechselt hatte. Seitdem ich sie weglasse, habe ich statt 10-12 mal nur noch 1 mal im Monat bei Beginn meiner Periode Migräne. Ich kann es immer noch kaum fassen und bin gleichzeitig wahnsinnig sauer auf meine früheren Frauenärzte und anderen Ärzte, weil jeder meinte, daran kann es nicht liegen solange es nicht zyklusabhängig ist - was es bei mir nicht war. Es war generell bei mir überhaupt keine Regelmäßigkeit zu erkennen, trotz 3 Jahre lang Kalender führen. Ich möchte vermeiden, dass noch mehr Leute sich quälen, obwohl die Lösung so einfach ist. Ganz abgesehen davon, dass die Pille sowieso total schlecht für den Körper ist. Seitdem meine beste Freundin Medizin studiert, rät sie sowieso davon ab. Und mein Ergebnis zeigt nun ja leider auch sehr deutlich, was für eine chemische Bombe das ist. Ich weiß natürlich, dass das nicht die Ursache bei jedem ist, aber für manche ist es einen Versuch wert. Mein neuer Frauenarzt hat mir übrigens auch nochmal bestätigt, dass man bei Migräne auf keinen Fall die Pille nehmen sollte. Eine Alternative ist die Östrogen-freie Minipille. Und für jeden, der sich sagt "die Pille nehme ich ja schon viel länger, als ich Migräne hab, daran kann es nicht liegen" - das war bei mir auch so!

Ich hoffe, es gibt jemanden unter euch, der vielleicht auf diese Weise seine Migräneattacken reduzieren oder gar ganz vermeiden kann. Einfacher, schneller und günstiger geht es ja nicht. Wenn ihr genaueres wissen möchtet, meldet euch gern.


Sonnige Grüße,
euer Linchen

P.S. Eine spezielle Knirschschiene hat mir auch auf jeden Fall sehr geholfen!


Geschrieben von Lovely90 am 14 Jan, 2015 um 16:36 03:

Hat von euch noch jemand die Erfahrung gemacht, dass die Mig mit der Pille zusammen hängt?

Ich überlege noch, die Pille abzusetzen, aber bin mir nicht ganz sicher... Ich fühle mich durch die Pille einfach so "sicher", da ich auch auf keinen Fall schwanger werden möchte...

Habt ihr da Erfahrungen?


Geschrieben von Mirjam am 14 Jan, 2015 um 16:45 06:

hi Loveley90,

ich leide auch unter menstrueller Migräne und habe das Problem, dass ich fast immer, wenn ich die Pillenpause habe Migräne bekomme. Jetzt habe ich eine Pille die ich durchnehmen kann, die auch weniger Östrogen hat. Seitdem habe ich wirklich weniger Migräne.
Was ich damit sagen will: es kann sein, dass die Pille mit der Migräne zusammenhängt, muss aber nicht. Es kann genauso gut mit dem Hormonhaushalt zusammenhängen...

hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen


Geschrieben von Ann am 14 Jan, 2015 um 19:13 56:

was ich so gehört habe...... dass manche pillen die mig verstärken. Vielleicht mal eine andere ausprobieren.
Es sei denn , wie mirjam schrieb, du leidest an menstrueller migräne (hormonelle mig), dann sollte keine östrogenhaltig pille genommn werden, nur eine gestangenhaltige.

_______________
Alles Liebe Ann


Geschrieben von Lovely90 am 14 Jan, 2015 um 19:57 20:

Bei mir ist die Mig nicht an die Periode "gekoppelt". Ich habe immer Mig und habe schon einen Langzeitzyklus. Ich nehme immer 3 Blister durch und mache dann Pause. Außerdem habe ich schon mit meinem Frauenarzt Rücksprache gehalten und ich habe schon eine sehr niedrig dosierte Pille.
Ich habe auch schon eine Pille ausprobiert, die ohne Östrogen wirkt, aber die habe ich nicht vertragen Untop


Geschrieben von Julia86 am 15 Jan, 2015 um 19:26 10:

Also ich habe wegen meiner Mig im September letzten Jahres die Pille abgesetzt.
Ich habe 12 Jahre die Pille genommen (erst eine Pille der 3. Generation, dann ein Implanon und zuletzt über vier Jahre den Nuvaring). Ich hatte vor allem in der Pillenpause sehr starke Kopfschmerzen. Deshalb habe ich die Pille (auch den Nuvaring) immer drei Monate durchgenommen und dann Pause gemacht. Musste die Pillenpause schon immer so planen, dass in der Zeit keine wichtigen Termine etc. sind. Lezten Herbst habe ich mich dann ein bisschen intensiver mit dem Thema Pille beschäftigt und beschlossen, dass ich sie meinem Körper nicht mehr antun will.
Ich habe seitdem auch wirklich weniger Kopfschmerzen. Der große Durchbruch war es zwar nicht, aber vor allem die starken Attacken, die ich während der Pillenpause hatte, habe ich nicht mehr. Allerdings sind meine Kopfschmerzen immer noch etwas zyklusabhängig aber hald nicht mehr so krass. Hab meine Entscheidung bisher jedenfalls nicht bereut und habe nicht vor jemals wieder mit der Pille anzufangen.


Geschrieben von Buchstabensuppe am 12 Aug, 2016 um 14:59 00:

Auch wenn das Thema schon etwas älter ist, würde ich gerne meine Erfahrungen hier mit einbringen. Ich habe festgestellt, dass ein konstanter und mit Östrogen leicht angehobener Hormonspiegel die Attacken bei mir verringert.

Zu Anfang hatte ich eine "Phasen-Pille" die durchgenommen wird und immer nur 7 Pillen die gleiche Zusammensetzung haben - das war für mich der SuperGAU, hatte einen Migräneanfall nach dem anderen, habe trotzdem auf Anraten der Gyn 6 Monate Eingewöhnungsphase durchgezogen, aber es wurde nicht besser.

Dann hatte ich ein östrogenfreies (raucherfreundliches Breitgrinsend ) Präparat, ging etwas besser, aber immer noch häufig Migräne, dazu kam ständige Müdigkeit, ich habe zugenommen und meine Haut wurde katastrophal (hatte ansonsten nie Akne).

Am besten funktionierten bei mir Pillen der sog. 4. Generation (ich weiss, viel schlechte Presse wegen Thrombosegefahr) im Langzyklus eingenommen und ich hatte ca. 6 Attacken pro Jahr, die rechtzeitig mit Ibu abgefangen simpel zu überstehen waren. Hat 10 Jahre gut funktioniert, war also so zu sagen meine beste Zeit
freu


Geschrieben von Junife am 15 Aug, 2016 um 07:40 43:

Also ich habe mit der Pille generell schlechte Erfahrungen gemacht. Meine FÄ hat viel mit mir rumexperimentiert und mir laufend andere Pillen aufgeschrieben, Östrogene, Gestagene, 3 Monatspille, teilweise auch Hormonpräparate (diese haben mir übrigens meinen Sohn beschert, worüber ich im Nachhinein natürlich sehr glücklich bin), zu guter letzt dann noch die Hormonspirale, da wurde es so richtig schlimm. Ich habe dann komplett auf Pille und Co verzichtet. Da wurde es leicht besser, jedoch seit ich in den Wechseljahren bin, ist es eine Katastrophe. Bis zu ca. 15 Tage im Monat, dazu kamen nun auch noch Auren. Untop

_______________
Liebe Grüße Junife

Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht.
Daumenhoch


Geschrieben von Rena am 17 Sep, 2016 um 07:19 54:

Ich nahm jaz, als ich eine Studentin war, und es gab mir schreckliche menstruelle Kopfschmerzen. und im Allgemeinen war meine Stimmung so instabil, während der zweiten Phase. Jetzt nehme ich es nicht mehr, aber mein FA verschrieb climen gegen Ovarien Dysfunktions. jetzt Menstruation ist nicht so schmerzhaft ... vielleicht klappt Phytoöstrogene besser für mich

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